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    Tel: 0571 - 388 11 14   
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    Dies ist mein Beitrag zum Osterspecial 2020 des Autoren Adventskalenders
    Lies mal wieder:

    Eine Geschichte von Susi Menzel

    "Sally und Charly - zwei Freunde am Wald"

    Sally, das fast erwachsene Rehkitz, wartet auf ihren Freund, den Igel Charly Brummelmann. Es ist doch schon Frühling, da müsste er bald aus seinem Winterschlaf aufwachen und endlich wieder zu ihr kommen.

    Rehkitz
    Rehkitz Sally
    Foto: Wildes Auetal, Marc Rehberg
    Vielen Dank für die Genehmigung, dieses wundervolle Foto
    für die Geschichte nutzen zu dürfen :-)


    Igel
    Igel Charly

    Foto: Susi Menzel

    "Sally und Charly - zwei Freunde am Wald"

    Sally saß auf der kleinen Wiese am Waldrand und erfreute sich an dem Anblick der Insekten, die fröhlich in der Abendsonne tanzten.
    Tagsüber hatte sie diese köstlichen, frischen grünen Grashalme und Knospen der Büsche und Bäume genascht, die es nur im Frühjahr gab.
    Die Sonne hatte geschienen und es war schon viel wärmer geworden. Die jungen Rehe der Gruppe hatten sich ein übermütiges Rennen über das Feld geliefert. Aus den Augenwinkeln heraus hatte Sally einen Igel bemerkt, der etwas wackelig über das Feld torkelte.
    Das hieß doch, dass deren Winterschlafzeit vorbei war! Sofort dachte sie an ihren Freund Charlie Brummelmann. Er würde doch wohl gleich nach dem Aufwachen zu ihr auf die Wiese kommen. Seine Freundin Sally hatte er bestimmt nicht vergessen, oder? Aber wer weiß, was so ein Winterschlaf mit einem anrichtete. Dass man so viele Monate durchschlafen musste, konnte sie sich sowieso nicht vorstellen. Sie selber schlief immer nur für einen kurzen Moment, aber Rehe hatten schließlich auch mehr Feinde als die stacheligen Igel. Sie mussten ständig aufpassen, dass sie nicht von Raubtieren oder Jägern gejagt wurden.
    Gerade in dem Moment hörte sie ein Knacken im Unterholz des Waldes. Sie sah einen buschigen orangefarbenen Schwanz mit weißer Spitze aus einem Busch herausragen. Ein Fuchs! Als kleines Kitz hätte ihr solch ein Tier gefährlich werden können. Doch jetzt, wo sie schon fast erwachsen war, ging ihr Monsieur Pierre, wie sich der Fuchs nannte, eher aus dem Weg. Er hatte schon einige Male Bekanntschaft mit den Hufen eines erwachsenen Rehs gemacht. Dennoch schellten Sallys Alarmglocken immer noch, wenn sie einen Fuchs sah.
    Vorsichtshalber duckte sie sich tief in die Wiese hinein. Nach einer Weile lugte sie über das Grün hinweg. Das Gras, die hellgrünen Blätter der Pflanzen und die vielen Blüten fügten sich zu einem kunterbunten Teppich zusammen, der zudem auch noch wunderbar duftete. Löwenzahn und Gänseblümchen wechselten sich ab mit Ehrenpreis und Wiesenschaumkraut, das vorwitzig in der leichten Brise hin und her schwankte. Es blieb schon länger hell und alle Tiere im Wald schienen fröhlich zu sein. Die Vögel flogen Pirouetten, Bienen und andere Insekten summten um die Wette um die Blüten herum und selbst die Wildkatzen, Wildschweine, Hirsche und Dachse und was sonst noch so alles im oder am Wald lebte, tobte ausgelassen durch die Gegend.
    Sally hielt Ausschau nach Charly. Bevor er sich im Herbst in seine Schlafhöhle zurückgezogen hatte, versprachen sie sich , sich hier auf dieser Wiese im Frühjahr wieder zu treffen. Die ganze Zeit über hatte sie ihn so sehr vermisst.
    Hoffentlich war ihm nichts passiert. Das wäre ja schrecklich. Sie wurde jeden Tag unruhiger und war sehr besorgt. Nach drei Tagen kam er endlich. Er war etwas aus der Puste und furchtbar dünn. Aber ansonsten unversehrt. Sally freute sich wahnsinnig und sprang juchend umher. Charly hatte seine liebe Mühe, ihren Hufen auszuweichen.

    Ab dem Tag sonderte sie sich jeden Abend etwas von ihrer Gruppe ab. So konnte sie mit Charlie zusammensitzen und ihm die Erlebnisse des Tages erzählen und er ihr seine nächtlichen. Der Igel war immer noch sehr müde und manchmal schlief er sogar mitten im Erzählen ein. So wie jetzt gerade.

    Während Charlie laut schnarchte, beobachtete Sally das Leben auf der Wiese. Es war solch ein lustiges Gesumme und Gebrumme. Es hörte sich an wie ein Lied: mit Charlies Schnarchern als Trommelwirbel und seinem Magenknurren als akustische Untermalung der besonderen Art. Frau Kohlmeise stimmte als Solosängerin in das Konzert ein. Ihr folgten der Chor der Spatzen und der Tenor des Amselmannes, der durch seinen gelben Schnabel unverkennbar war. Die Ringeltauben gurrten schmeichelnd das Liebeslied für ihren Partner. Herr Dompfaff sang unverständlich, weil er seinen Sonnenblumenkern nicht aus dem Schnabel genommen hatte. Frau Blaumeise tirilierte in die Tanne hinein, in die ihr Gatte geflogen war, in der Annahme, dass es dort perfektes Nistmaterial gab. Schließlich leitete der winzige Zaunkönig stimmgewaltig das Ende des Gute-Nacht-Konzertes ein. Sally schlief ebenfalls ein und wachte erst wieder durch das wunderschöne Lied der Nachtigall auf, das diese für die Sterne am Himmel sang.
    Charly war auch aufgewacht. Schnell erzählte ihm Sally von ihrem Traum, in dem sie viele Abenteuer erlebt hatte. Charly hatte laut gelacht und gemeint, dass sie die wohl bald in echt erleben würden. Und zwar sobald er genug gefressen hatte und das Wetter wärmer geworden war.
    Sally nickte glücklich und Charly trottete polternd in Richtung Feld...

    Das ist die dritte Geschichte von Sally, dem Reh. Die anderen erscheinen bald in einem Buch.

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    Dompfaff
    Dompfaff
    Foto: Susi Menzel
    Spatz
    Spatz
    Foto: Susi Menzel
    Fasan und Taube
    Fasan Karl-Fridolin und Taube
    Foto: Susi Menzel
    Fasan im Dickich
    Fasan im Dickicht
    Foto: Susi Menzel
    Blaumeise
    Blaumeise
    Foto: Susi Menzel
    Taube
    Taube
    Foto: Susi Menzel